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Protokoll 8. ordentliche MV des PRO STADTGARTEN e.V. am 22.09.2006 in der Lounge des Stadtgarten-RestaurantsBeginn: 18.10 h, Ende 19.50 h
Protokoll: Lisa Hesterberg (LH) Anwesend: Matthias von Welck (MvW), Susanne Richard (SR), Dr. Helga Arntz-Ross (AR), Bernd Buhrandt (BB), Karin Wisniewski, Helga & Helmut Schmidt, Marie-S. Kühr, Dr.
Kurt Brand, Martin Lehnen (ML), Andreas Hupke (Bezirksbürgermeister), Felix Richard (FR), Lisa Hesterberg (LH), Der Vorsitzende Felix Richard (FR) stellt die Beschlussfähigkeit der 8. ordentlichen
Mitgliederversammlung des PRO STADTGARTEN e.V. fest. Lisa Hesterberg (LH) übernimmt die Protokollführung. FR verkündet folgende Tagesordnung: Top 1
Begrüßung und Bestimmung der Sitzungsleitung FR begrüßt die Anwesenden (s. Anwesenheitsliste) und stellt die neuen Mitglieder vor. Bezirksbürgermeister Andreas Hupke ist in den Vereinsbeirat aufgenommen
worden. Die VORSCHULE AM STADTGARTEN wird neuerdings vertreten durch Frau Marie-S. Kühr. Da Reiner Michalke (RM), der üblicherweise Sitzungen mit Vorstandswahl leitet, diesmal nicht anwesend sein kann,
übernimmt FR selbst die Leitung der Versammlung. Top 2 Übersicht über die Aktivitäten der vergangenen Monate
- Das Eingansportal wurde im Sommer diesen Jahres grundgereinigt und mit der Beschichtung versehen, die auch am Holocaust-Mahnmal in Berlin verwendet worden ist. Die Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 1200,--
EUR. zzgl. einer Reinigungsdemonstration und Einkauf des Reinigungsmittels (Orangensäure-Gel). Seither konnten die Schmierereien bereits viermal mehr oder weniger problemlos entfernt werden. Ungeachtet der
simplen Zusammensetzung des Reinigungsmittels, wird dieses im Fachhandel überteuert angeboten. Vereinsmitglied und Inhaberin der Viertels-Apotheke, Frau Dorothee Püschl, spendet dem Verein 1 L Ultraschall-Gel
als Grundsubstanz, der FR frisch gepressten Orangensaft oder Zitronensäure beimischen will, um so das teure Gemisch preiswert selbst herzustellen.
- Der Baumplan im Portal wurde aktualisiert. Wasserabweisende Kopien im DinA3-Format können gegen einen Unkostenbeitrag von 9,-- EUR über das Vereinsbüro erworben werden.
- FR berichtet von einer außergewöhnlich starken Sturmbö Ende Juni des Jahres und einer darauf folgenden extremen Trockenperiode, die den Gewächsen im Park - besonders den Neupflanzungen Tulpenbaum (Liriodendron
tulipifera) und Sommerlinde (Tilia platyphyllos) – schwer zugesetzt haben. Den Wetterkapriolen fielen eine Esche im nördlichen Parkbereich, eine Akazie und ein Ahorn im Eingangsbereich Venloer Straße zum Opfer.
Außerdem brachen in Folge eines neuartigen Pilzbefalls zahlreiche Äste - teils riesige Hauptäste - der alten Platanen. FR unternahm daher am 6. September 2006 eine Ortsbegehung mit Herrn Dr. Bauer und dessen
Grünflächeningenieur Herrn Becker mit folgenden Ergebnissen :
1. Die Wurzelreste der gefallenen Gehölze werden entfernt und durch gleiche Gewächse ersetzt (Aufgabe Grünfläche). 2. Das dreieckige Beet im Eingangsbereich nordöstlich des Portals wird neu
hergerichtet. Die zerfallene Holzeinfassung wird durch eine steinerne, die Kirsche durch eine japanische ersetzt. Der Pflanzgrund wird vorbereitet und geeignete Bodendecker angepflanzt (Aufgabe Grünfläche). 3. Das Grünflächenamt will prüfen, inwieweit der Beschluss der BV 1, die fehlende Einfassung im Eingangsbereich hinter dem Portal westlich des Hauptweges durch ein Mäuerchen auszubilden, bereits in
Herbst diesen Jahres umgesetzt werden kann. Der hingerichtete Obstbaum wird ersetzt. 4. Anlässlich zweier Baumschenkungen des Vereins, an die Herren von Welck und von der Grün zu deren 50. Geburtstag,
möchte man die Gelegenheit wahrnehmen, den verwilderten östlichen Randbereich des Biergartens durch Rodung und Neubepflanzung attraktiver zu gestalten. Der Verein übernimmt die Kosten der Beschaffung einer Magnolie (
Magnolia sieboldii) und einer Robinie (Robinia pseudoacacia). Außerdem übernimmt er anteilig Kosten der privaten Gärtnerarbeiten. Die
Stadtgartenbetriebsgesellschaft mbH sorgt für Aufschüttung, Stabilisierung und Bepflanzung des Erdreichs rund um das Bühnenpodest. Die Grünfläche übernimmt die notwendigen Rodungen und deren Entsorgung. Der
Gesamtkostenanteil für den Verein beläuft sich auf etwa 2000,-- EUR.
FR berichtet von einer Aktion gegen die ausufernde Wildplakatierung durch die KAW (Kölner Außenwerbung) und CMK (City Marketing Köln). Eine neue Gesetzgebung ermöglicht Betroffenen nunmehr nicht nur gegen die
Inhaber der Örtlichkeiten, für die auf den jeweiligen Plakaten geworben wird, sondern auch gegen die dort benannten Veranstalter direkt vorzugehen. Näheres ist über die Homepages von KAW bzw. CMK oder auch über
einen Link auf der Seite www.ig-ring.de
zu erfahren. Dort können Betroffene ihre Interessen u.a. auch durch einen Fachanwalt direkt vertreten lassen. Die Anwaltskosten in Höhe von ca. 250,-- EUR können in der Regel direkt vom Beklagten eingefordert werden.
Top 3 Verabschiedung der Vorsitzenden Frau Dr. Helga Arntz-Ross aus dem Vereinsvorstand Biergartenbesitzer und Nachbar MvW - ehemals ihr Widersacher, heute ihr
Mitstreiter - trägt vor: „Liebe Frau Dr. Arntz-Ross, seit längerer Zeit verbindet Sie eine lange und aufregende Geschichte mit dem Stadtgarten. Schon 1979, als die Initiative KÖLNER JAZZ HAUS ihr erstes
Konzert hier im Garten veranstaltete, gab es unsere erste Begegnung. Aber es sollten noch 5 Jahre vergehen, bevor unser Traum eines Musikhauses in Erfüllung gehen konnte. Doch unser Traum entsprach nicht immer dem
Ihren! Die Zeit, die daraufhin folgte, war sowohl für Sie als auch für uns nicht die Harmonischste; das wissen wir hier wohl alle. Aber unser gemeinsamer Drang nach Frieden und Freundschaft, in einer Großstadt auf
engstem Raum, hat uns beide zusammen geführt und uns aufgezeigt, dass man negative Energien in positive umsetzen kann. Wir gründeten einen Verein, den PRO STADTGARTEN e.V. Liebe Frau Dr. Arntz-Ross, an seiner Gründung
und Entwicklung haben Sie, gemeinsam mit Herrn Richard, einen maßgeblichen Verdienst! Das haben wir von Anfang an sehr geschätzt. Für Ihr eingebrachtes Engagement möchte ich mich, nicht auch zuletzt im Namen des
Stadtgartenbetriebs, sehr herzlich bei Ihnen bedanken!“ Zum Abschluss überreicht der Verein durch FR ein Blumenbukett nebst Vase. Top 4 Neuwahl der beiden Vorsitzenden und Berufung der
restlichen Vorstandsmitglieder Als 1. Vorsitzender wird Herr Felix Richard einstimmig und ohne Enthaltungen von der Versammlung wiedergewählt. Zur 2. Vorsitzenden wird, ebenfalls einstimmig und ohne
Enthaltungen, Frau Lisa Hesterberg gewählt. Lt. Vereinssatzung bestätigt FR - da sich sowohl im Vorfeld als auch jetzt niemand anderes zur Verfügung stellt bzw. gestellt hat - die übrigen Mitglieder des Vorstandes,
Martin Lehnen (ML) zum Schatzmeister, Reiner Michalke (RM) zum Schriftführer und Susanne Richard (als weiteres Mitglied, das in dem Verfahren gegen die Stadt Köln, AZ: 1L.1778/98 vor dem Verwaltungsgericht Köln als
Kläger aufgetreten ist). ML gibt einen knappen Überblick über die aktuelle Finanzlage des Vereins : Girokonto 4325,75 €, Anlagekonto 2596,14 EUR. FR teilt mit, dass weitere 3100,-- EUR bis zum
Jahresende erwartet werden. Top 5 Bestimmung der nächsten Projekte
- Anlässlich der bereits in TOP 2 erwähnten extremen Dürre, regt FR an, Wasseranschlüsse im Park zu installieren. Dieser Vorschlag findet die Zustimmung der Anwesenden. FR wird sich mit dem Grünflächenamt in
Verbindung setzen, um Standortbedingungen und Vorgehensweise zu klären.
FR bittet um weitere Vorschläge aus dem Plenum.
- Erneut kommt das cetero censeo
einer jeden Versammlung zur Sprache. Frau Kühr berichtet von einer enormen Belastung durch tretminenartige Hundehaufen für spielende Kinder im Park. Hierzu gibt es zwei Anregungen :
1. Bezirksbürgermeister Andreas Hupke sieht in der Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Stadt Köln die einzige Möglichkeit zur Verbesserung des Misstandes. Erster Schritt sei die Anforderung
eines Faltblattes, das Rechte und Pflichten der „Gassi-Führer“ auflistet und an Selbige verteilt werden soll. Zweiter Schritt sei die konsequente Überwachung und Ahndung von Übertritten (Knöllchen) durch die
Verkehrsüberwachung. 2. Nicht ohne Witz erzählt BB der Runde von einer Aktion gegen Hundescheiße auf einem Schulgelände in seinem Heimatort Lohmar. Die Schüler malten Plakate, die sich direkt an die
Hundebesitzer wandten und sowohl kreativ als auch drastisch auf die Konsequenzen ihrer Nachlässigkeit hinwiesen. Ergebnis des Ideenwettbewerbs war, dass das Schulgelände fortan frei von Häufchen wurde und blieb.
FR fragt bei Frau Kühr an, ob die Kinder der Vorschule zu so etwas angeregt werden können. Sie will es versuchen. Außerdem möchte sie Kontakt zu den benachbarten Betreuungs-Einrichtungen in dieser Sache
aufnehmen.
- ML spricht erneut das seit Jahren in der Röhre bratende Projekt Verkehrsberuhigung Spichernstraße an. Bezirksbürgermeister Andreas Hupke verkündet, dass der entsprechende Antrag von der BV 1 bereits
durchgewunken worden sei. Er empfiehlt dem Verein eine Veranstaltung durchzuführen, zu der Politik und beteiligte Ämter eingeladen werden. Dort soll die Umsetzung der Maßnahme festgelegt und dadurch beschleunigt
werden. MvW bietet dem Verein seine Räumlichkeiten für die Ausrichtung der Veranstaltung an.
- FR berichtet von einem Gespräch und der darauf folgenden Korrespondenz mit einer Nachbarin, in denen es um das Sponsoring der Parkbeleuchtung ging. Derzeit beträgt der finanzielle Aufwand für Energie, Wartung
und Leuchtmittelersatz 1158,-- EUR jährlich. Bis zum 30.09.2007 scheint die Finanzierung sichergestellt. Eine Finanzierung ab Oktober 2007 ist ungewiss. Entsprechend der in der letzen MV getroffenen Absprache,
will FR zur RHEINENERGIE Kontakt aufnehmen, um schon vorab zu signalisieren, dass der Verein im Falle eines Ausfalls des derzeitigen Sponsorenmodells in den Startlöchern steht.
Top 6 Straßenfest 03. – 05.08.2007 in Zusammenarbeit mit der IG RING (Wilhelm von der Gathen) FR erklärt, dass, ungeachtet des enormen Zuspruchs, das Straßenfest 2003 die ehrenamtlich
tätigen Vereinsmitglieder überbeansprucht hat. Er hat daher gemeinsam mit den Vorständen von PRO STADTGARTEN und IG RING die Event-Agentur Wilhelm von der Gathen beauftragt, ein Konzept für ein Veedelsfest
zu erstellen. Sowohl Beantragungen und Organisation als auch Risiken und Gewinne sollen privatisiert werden. Das Konzept en detail
wird von einem eigens hierfür eingerichteten Arbeitskreis, der aus Mitgliedern der beiden Vereine gebildet werden soll, diskutiert und genehmigt. Herr Wilhelm von der Gathen ist zu diesem TOP der MV
geladen und skizziert ein erstes grobes Konzept. Als zu bespielende Flächen sind der Kaiser-Wilhelm-Ring, die Herwarthstraße, der Christuskirchplatz und Bereiche des Stadtgartens bei der Stadt beantragt. Geplant sei ein
Fest auf sehr hohem Niveau mit Anbietern wie beispielsweise PORSCHE und FERRARI. Es soll sich inhaltlich und optisch deutlich abheben von dem üblichen kölschen „Straßenfest-Einerlei. ... mehr Präsentation im Vordergrund
als dumpfes Feiern!“ So plane er u.a. über die gesamte Länge des Fahrradweges auf dem Kaiser-Wilhelm-Ring „den längsten Laufsteg Deutschlands für Produktpräsentationen“. Einen diesbezüglichen Eintrag ins
Guiness Buch der Rekorde will er beantragen. FR beschwichtigt die grünen Gemüter in der Runde: „Das Fest soll gemütlich, abwechslungsreich und niveauvoll aber nicht abgehoben sein. Anlieger wie PESCH,
CAMBIO-STATTAUTO und Metzger MAYER haben bereits ebenso ihr Interesse an einer Mitwirkung bekundet wie der KÖLNER SPIELEZIRKUS.“ Top 7 plan06 vom 22. - 29.09.2006 Klang/Illuminations-Inszenierung
im Kölner Stadtgarten (Frank Schulte)
Der Initiator des Skulptur- und Klangraums, Frank Schulte, ist zu Gast und skizziert vor der Versammlung seine Vision der Stadt als öffentlicher Klangraum.
Umgesetzt wird dieser visuell durch eine archaische Jurte. Klanglich versinnbildlichen Radioempfänger, die über einen eigens für den Stadtgarten eingerichteten Sender Eigenkompositionen untermalt mit Vogelstimmen und
Grünflächen-Grundgeräuschen übertragen, die Vision. PRO STADTGARTEN unterstützt die Aktion mit 1000,-- EUR. Frank Schulte bietet abschließend eine auf 20 Exemplare limitierte Projektedition für 150,-- EUR an. Top 8 Verschiedenes In Anbetracht der fortgeschrittenen Uhrzeit meldet sich höflicherweise niemand mehr zu Wort. Die Versammlung endet um 19.50 h |