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Sitzung am 16.10.2000Heute Nachmittag hatten Bezirksvorsteherin Elisabeth Thelen
und der Vereinsvorsitzende Felix Richard eine Zusammenkunft vor Ort mit Carsten Rickers und Wilfried Bornhold (Amt für Straßen- und Verkehrstechnik), um die Möglichkeiten einer Verkehrsberuhigung unseres Viertels zu
eruieren und zu planen. Sehr bald zeigte sich, daß das Thema Verkehrsberuhigung
weiterhin das am schwierigsten umzusetzende Anliegen der Anwohner bleibt. Während Herr Bornhold zur schrittweisen Umsetzung kleinerer und kurzfristig realisierbarer Maßnahmen riet, stellte Herr Rickers den - seines Erachtens unumgänglichen - jahrelang andauernden Hürdenlauf über Instanzen und Gremien dar. Es wollte dem Vorsitzenden einfach nicht gelingen, das mühevoll erarbeitete
Verkehrs-Konzept
der Anwohner schlüssig an die Anwesenden zu bringen. Die Argumentation im Sinne unserer Interessen wird schon im Ansatz behindert. Hierfür zwei Beispiele: Eine Senkung der Lärmbelästigung durch den Straßenverkehr, kann nur durch eine Reduzierung des Verkehrsaufkommens wirksam werden. Maßnahmen, die eine spürbare Abnahme der Blechlawine für unsere Umgebung brächten, hätten aber eine Zunahme an anderer Stelle zur Folge. Während die Politiker den Umstieg vom Auto auf andere Verkehrsmittel erreichen wollen, sehen die Ämter, sicherlich nicht ganz zu Unrecht, in der Verkehrsverlagerung lediglich eine Umverteilung der Lärm- und Emissionsbelastungen. Auch bei unserem zweiten Thema, der Parkplatznot, geraten die Lösungsvorschläge sehr schnell in eine Sackgasse. Die Erfahrung zeigt, daß die Schaffung zusätzlicher Parkräume auch einen Anstieg der Zahl parkwilliger Verkehrsteilnehmer mit sich bringt und damit nicht selten die effektive Anzahl der Parkmöglichkeiten für Anwohner sogar schrumpft. Längs gezeichnete Parktaschen führen in der Regel dazu, daß die Gehwegbreite abnimmt, da längere oder schlampig abgestellte Fahrzeuge ihre Nasen in die Fassaden drücken. Ein Hoffnungsschimmer zeigt sich aber am Horizont: Die Stadt scheint kurz vor einer Lösung zu stehen, die seinerzeit gerichtlich erzwungene Beschränkung der Anwohnerparkplätze zu umgehen. Auch nach den heute vorgebrachten Bedenken, ist der Vorstand immer noch der Meinung, daß die beste Lösung genau die wäre, in der alle bisherigen Vorschläge gelandet sind; die Sackgasse (Sperrung der Spichernstraße an der Einmündung Venloer Straße). Der Spaßverkehr nähme ab, die Ruhe zu und die Parkplatzsituation sollte sich deutlich verbessern. Am Donnerstag findet eine Besprechung der Fraktionsvorsitzenden zur Vorbereitung auf die nächste Sitzung der Bezirksvertretung statt, bei der Frau Thelen und Herr Bornhold feststellen wollen, ob grundsätzlich eine Bereitschaft der Fraktionen für eine Änderung der Verkehrsführung in unserem Viertel vorhanden ist. Sollte dies so sein, könnte die Bezirksvertretung per Beschluss einen Planungsauftrag an das Amt für Straßen- und Verkehrstechnik vergeben. Die Besprechung endete am
Kirchplatz. Im Anschluss an dieses Treffen fand eine Parkbegehung mit Frau Thelen, Grüningenieur Becker, Martin Lehnen und Felix Richard statt, um die Praxisnähe der
Parkgestaltungsmöglichkeiten vom zuständigen Fachmann (Herr Becker) beurteilen und erläutern zu lassen. Einzelheiten reicht der Vorstand zu gegebener Zeit nach. Zunächst nur soviel, laut Herrn Becker haben sich die
Ratten, entgegen früherer Behauptungen seitens der Ämter, im gesamten Stadtgebiet in den letzten Jahren drastisch vermehrt. |