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15.01.2004

Protokoll

Jahreshauptversammlung 5. ordentliche MV des PRO STADTGARTEN e.V.
am 15.01.2004 in Raum 2 der Künstlergarderobe des Stadtgarten
Beginn: 18.00 h, Ende 19.40 h
Protokoll: Susanne Richard (SR MdV)

Felix Richard (FR) begrüßt die Anwesenden (s. Anwesenheitsliste) und stellt die ordnungsgemäße Einladung zu der Jahreshauptversammlung 2004 des PRO STADTGARTEN e.V. fest. FR übernimmt die Versammlungsleitung, Susanne Richard (SR) übernimmt die Protokollführung. 

FR verkündet folgende Tagesordnung:

Top 1 Feststellung der Beschlussfähigkeit und Jahresbericht

FR stellt die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest und gibt einen Überblick über die Aktivitäten des Vereins.

Die Mauer am Eingangsportal Venloer Straße ist zwischenzeitlich repariert worden.

In Kürze soll eine Parkbegehung vom Vorstand und der Grünfläche organisiert werden, zu der auch LA Heike Müller geladen werden wird. Ziel dieses Ortstermins soll sein, eine Bewertungsgrundlage für die Pflege des Parks zu schaffen. Sollen Nachpflanzungen nach dem Ist-Zustand oder im Sinne Kowalleks und Stübbens erfolgen oder sollte gar ein neues Konzept gefunden werden? Diese Fragen gilt es zu beantworten. An der Stelle des gefällten japanischen Schnurbaums beispielsweise hat früher ein Ensemble von Büschen gestanden. An einigen ausgesuchten Orten böte sich die Setzung von Blumen, wie Krokus, Narzisse, Scilla, Buschwindröschen, Mai- oder Schneeglöckchen an. Ulrike Schilling bittet darum, am Ortstermin teilnehmen zu dürfen.

Top 2 Bericht des Schatzmeisters

Der Schatzmeister Martin Lehnen (ML) gibt einen Überblick über die Kontostände, eine Zusammenfassung der Einnahmen/Ausgaben-Rechnung und den aktuellen Mitgliederstand (46 inkl. Ehrenmitgliedern). Zum 31.12.2003 befanden sich auf dem Girokonto 3141,98 EURO und auf dem Anlagekonto 198,89 EURO. In der Barkasse verblieben 37,20 EURO. Für das Jahr 2004 sind ca. 2000,-- EURO für das Lindenprojekt mit Kyoto bereits verplant. 1000,-- EURO davon sind Spenden des Oberbürgermeisteramtes und des Kulturdezernates. Die Linde für Kyoto hat unsere Beirätin und Kulturdezernentin Frau Marie Hüllenkremer persönlich gestiftet. Die zu erwartenden Zuflüsse in 2004 belaufen sich in etwa auf 4500,-- EURO. ML legte die Rechnungsunterlagen für die Dauer der Versammlung aus. Eine spätere Einsicht der Buchführung kann jederzeit nach Rücksprache mit dem Schatzmeister vorgenommen werden.

Top 3 Entlastung des Vorstandes

Der Versammlungsleiter schlägt vor, die Entlastung des Vorstandes im Block, also einschließlich des Schatzmeisters vorzunehmen. Die Versammlung stimmt zu. Bei der darauf folgenden Abstimmung wird der Vorstand ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung einstimmig von den Anwesenden entlastet.

Top 4 Bericht und Diskussion über das Projekt Lindenpflanzung in Kyoto am 14.05.2004

Wie zu TOP 2 bereits festgestellt sind die Kosten für den Transport der Linde nicht unbeträchtlich, aber durch einige an diesen Zweck gebundene Spenden zu mehr als die Hälfte gedeckt. FR berichtet, dass ein Streichquartett, unter Mitwirkung des Vorstandsmitgliedes SR, die Zeremonie am 14. Mai 2004 in Kyoto begleiten wird und musikalische Grüße aus Köln überbringt. Ort der Pflanzung soll der FUSHIMI KITABORI PARK sein. Die Frage der Beschriftung einer Hinweistafel am Baum wird diskutiert. Sollen die Spender - und wenn in welcher Rangfolge - erwähnt werden? Nach ausführlicher Beratung stimmt die Runde dem Vorschlag Herrn Knieps zu, die Information auf der Tafel nicht zu überfrachten, sondern aussagekräftige Begriffe wie GERMANY, COLOGNE, PARTNERSTADT, KÖLNER STADTGARTEN und EINE SPENDE DER BÜRGER VON KÖLN zu verwenden. Die einzelnen Spender sollen unerwähnt bleiben. Des Weiteren rät Herr Franz-Josef Knieps zu einer vereinsfördernden Verwertung des Projektes durch Hinweise, die über die Presse an die Öffentlichkeit gebracht werden sollen. Die Beschriftung der Gedenktafel sollte auf Japanisch und auf Englisch erfolgen. Ulrike Schilling regt an, die Internetadresse des Vereins dazuzusetzen. Die Runde nickt und Lisa Rheingans freut sich auf japanische Kirschen im Gegenzug.

Top 5 Spichernhöfe (PASSAGEN 19. bis 25.01.2004 täglich von 11 bis 20 h)

FR überbringt eine Einladung Herrn Martin Kostulskis an alle Mitglieder zur Cocktailparty am 20. Januar um 19 h. Anlässlich der PASSAGEN werden die Häuser Spichernstraße 6 und 8 von Montag an eine Woche lang Neugierigen offen stehen. Herr Knieps verweist in diesem Zusammenhang auf die zeitgleich stattfindende Möbelmesse und CASA CANE am Rudolfplatz.

Top 6 Arbeitsplan 2004

Der Vorsitzende (FR) gibt bekannt, dass der Vorstand beschlossen hat, auf die Ausrichtung eines Straßenfestes in 2004 zu verzichten. Trotz allgemeinen Zuspruches, hoher Besucherfrequenz und zufrieden stellenden Umsatzes sei das finanzielle Risiko für einen Jahresetat zu groß. Eine Ausrichtung des Stadtgartenfestes im Zwei-Jahres-Rhythmus wird angedacht. FR resümiert: hohes Niveau, Begeisterung der Bürger, kennen lernen der Nachbarn, aber Elektrik zu teuer. Die Absicht eine Sperrung der Spichernstraße auf Höhe Kirchplatz zu proben, sei gelungen. Franz-Josef Knieps bestätigt die Einschätzung des Vorstandes bezüglich des finanziellen Risikos unter Hinweis auf den längsten Tisch auf der Severinsstraße. Auch dort sei trotz des enormen Zulaufes nur ein geringes Geschäft zu machen. Es werden einfach zu viele Straßenfeste in Köln ausgerichtet. FR fordert für den Fall einer Wiederholung des Events in 2005 die rechtzeitige Planung (noch in 2004).

Von Bunkern unter dem Park haben die meisten schon oft gehört, nichts Genaues weiß man nicht. Das Ehepaar Schmidt weiß zu berichten, dass diese im letzten Weltkrieg als Splitterschutz und Laufgräben fungierten und nach dem Kriege die Eingänge verschlossen wurden. Lisa Rheingans erzählt, dass die Besatzer zum Ende des Krieges dort Deutsche einsperrten. Erst spät hat sich die Grünfläche, auf eine Anfrage der BV 1 hin, als Betreiber (Besitzer) der unterirdischen Anlagen zu erkennen gegeben. Eine Öffnung wird wegen der zu befürchtenden Folgekosten derzeit abgelehnt. FR denkt diesbezüglich an private Investoren, wie bespielsweise Weinhändler oder Galerien.

Die Pflege des Portals wird angesprochen. Viele der Anwesenden stellen fest, dass die in regelmäßigen Abständen zu verzeichnenden Beschmierungen immer wieder von der KASA entfernt werden. Alle sind sich darüber einig, dass die Tatzeiten in unmittelbarem Zusammenhang mit gewissen Veranstaltungen der JAZZHAUS-INITIATIVE stehen. Norbert von der Grün (NvG) betont, dass die Schmierereien auf seinem Gelände tags darauf sofort beseitigt werden. FR berichtet von der neuartigen Möglichkeit, dem Tor einen dauerhafteren Lack zu verpassen. Diese sei aber mit Vorsicht zu genießen, da diese Schutzschicht die Oberfläche glänzend mache und damit eine wesentliche Veränderung der Optik befürchtet werden muss.

Noch einmal kehrt die Versammlung zum Thema Bepflanzung des Parks zurück. Weiteres Einsetzen von Zwiebeln für Frühlingsblumen findet den Anklang bei allen Anwesenden. Herr König wünscht sich eine Trüffeleiche!

Top 7 Umgestaltung Spichernstraße

FR erklärt, dass er sich mit Herrn Dr. Bauer darauf geeinigt habe, dass der Park baldmöglichst von der Spichernstraße aus einsehbar gemacht werden soll. Die Büsche und Sträucher entlang der Begrenzungsmauer sollen entfernt werden. Bislang wartet die BV 1 noch auf eine Beurteilung vom Straßenverkehrsamt bezüglich einer Neuaufteilung des vorhandenen Parkraums; die Westseite soll alle Parkplätze zu Gunsten einer Baumreihe verlieren (Wiederherstellung des ursprünglichen Straßenquerschnitts), auf der Ostseite hingegen sollen die Parktaschen quer zu den Häusern verlegt werden, um den Wegfall der Plätze größtenteils auf der anderen Seite zu kompensieren.

FR fragt die Mitgliederversammlung, ob eine größere gestalterische Qualität in der Spichernstraße gewünscht wird, auch wenn dies Parkplätze kostet. Niemand hat Einwände gegen den Wegfall von Stellplätzen, der Verein soll sich weiter für die Aufwertung der Spichernstraße engagieren.

Elmar Wagner moniert, dass in der Spichernstraße grundsätzlich zu schnell gefahren wird.

Top 8 Hundescheiße

Dieses leidige Thema wird Allen noch lange erhalten bleiben. O-Ton König: “Immer wenn ich aus meinem Fenster schaue, scheißt gerade ein Hund!“ ML zitiert aus einem Bußgeldkatalog der AWB, von angeblichen Kontrollen sei die Rede. Niemand unter den Anwesenden allerdings hat in den letzten Jahren jemals Kontrolleure gesehen. Und schon ist die Runde beim Müll. Auch hier das gleiche Dilemma! FR berichtet, dass der Stadtrat kurz vor dem Beschluss stehen soll, die über die gesamte Innenstadt verteilten grauenhaften Wertstoffcontainer durch ein Hol-System zu ersetzen.

Top 9 Sonstiges

Die vom Verein initiierte Domdachführung am 28. April diesen Jahres hat eine derart positive Resonanz erfahren, dass eine 2. Führung (gleiche Zeit und gleicher Treffpunkt) eingekauft werden musste. Von nirgendwo sonst kann man die Sichtachsen-Verbindungen und Beziehungen zwischen den Kölner Grünflächen deutlicher erfahren, da der rechtsrheinische Teil Kölns - gleichermaßen wie der linksrheinische - von dort komplett überschaubar ist. Am Abend der Versammlung sind noch 8 Plätze frei. Wer also noch Interesse hat, möge sich umgehend per Fax (Nummer: 0221/ 9 52 14 28) eintragen. Die Teilnahme von Kindern hat die Dombauhütte grundsätzlich untersagt!

FR berichtet von dem Vorhaben Dr. Bauers, ortsansässige Vereine mit ähnlicher Zweckbestimmung wie PRO STADTGARTEN zu vernetzen und in Arbeitsgruppen zu begleiten. Die Runde nimmt’s wohlwollend zur Kenntnis.

Der neu errichtete Zaun um das alte Gärtnerhäuschen wird allgemein als scheußlich empfunden. FR bedauert aufgrund des Resultats, an dem Vorgang, der jede Menge Ämter durchlaufen hat und schließlich verwurstet wurde, mitgewirkt zu haben. Ulrike Schilling missfällt der zum Haus hin nicht parallel geführte Verlauf des Gitters am Spazierweg. Weiterhin schlägt sie eine Ummantelung der Scheußlichkeit durch die Bepflanzung mit Hainbuche oder Eibe vor. FR will ihren Vorschlag weiterleiten.

Der Vorsitzende berichtet, dass die Rosen auf den dafür vorgesehenen Rundbeeten des mittleren Spielplatzes bereits wenige Tage nach ihrer Pflanzung von den Bürgern vernichtet worden sind. Mit den Bodendeckern um die Spielbereiche verhalte es sich ähnlich. Herr König möchte die Pflege der Baumkronen intensiviert wissen. Wiederum Ulrike Schilling berichtet von einem kauzigen Menschen namens Müller, der Plastiktüten und Maibäume aus dem Park entsorgt. Erkennungsmerkmal des Unikums: Pudelmütze, Prädikat: wertvoll. FR stört sich an einer Plastiktüte, die seit Jahren unerreichbar in der Krone einer Robinie hängt. Er bittet NvG, seine Leute bei Gelegenheit darauf anzusetzen.

Der offizielle Teil der Versammlung endet um 19.40 h.

Köln, den 21.01.2004

gez. Felix Richard                                     gez. Martin Lehnen

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