Beginn: 18.10 h, Ende 19.40 h
Protokoll: Lisa Rheingans (LR)
Anwesend: Felix Richard (FR), Elisabeth Thelen, Lisa
Rheingans (LR), Ernestine Bitz (Gast), Dr. Karl Schulte, Susanne Richard (SR), Dr. Helga Arntz-Ross (AR), Bernd Buhrandt (BB), Karin Wisniewski, Helga & Helmut Schmidt, Norbert von der Grün (NvG), Heike
Krüger-Brand, Martin Lehnen (ML), Elmar Wagner
Felix Richard (FR) stellt die Beschlussfähigkeit der Jahreshauptversammlung 2006 des PRO STADTGARTEN e.V. fest. Lisa Rheingans (LR) übernimmt die
Protokollführung, FR die Leitung der Versammlung.
FR verkündet folgende Tagesordnung:
Top 1 Begrüßung und Jahresbericht
FR begrüßt die Anwesenden (s. Anwesenheitsliste).
Er
fragt die Runde, ob er sich den Jahresbericht 2005 im Hinblick auf den Umfang der Tagesordnung diesmal sparen dürfe, da ein solcher bereits in ausreichender Ausführlichkeit den Mitgliedern zusammen mit der Einladung zur
MV 2006 zugegangen ist. Die Anwesenden nicken erleichtert ab.
Top 2 Bericht des Schatzmeisters
Schatzmeister Martin Lehnen (ML) gibt einen Überblick über die Kontostände zum 31.12.2005
:
Die Bankguthaben des PRO STADTGARTEN summieren sich zum 31.12.2005 auf 5227,71 €, davon befanden sich zum Jahreswechsel 2597,24 € auf dem Anlagekonto und 2630,47 € auf dem Girokonto.
ML
verweist darauf, dass Einzelheiten den während der Versammlung ausliegenden Büchern entnommen werden können und/oder im Vereinsbüro nach Voranmeldung einzusehen sind.
Top 3
Entlastung des Vorstandes
Der Versammlungsleiter schlägt vor, die Entlastung des Vorstandes im Block, also einschließlich des Schatzmeisters vorzunehmen. Die Versammlung stimmt zu. Bei der darauf
folgenden Abstimmung wird der Vorstand ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung einstimmig von den Anwesenden entlastet.
Top 4 Vorbereitung Neuwahl des Vorstandes im Sommer 2006
Im
Juni 2006 liegt die nächste Vorstandswahl an. FR bittet um Interessensbekundungen der Mitglieder an einer Mitarbeit im Vereinsvorstand bis Mitte Mai 2006.
Top 5
Weitere Vorgehensweise bzgl. der Schmierereien am Portal
Am Eingangstor zum Stadtgarten sind neue Schmierereien verbrochen worden, die so beschaffen sind, dass sie von der KASA nicht mehr entfernt
werden können. FR erklärt hierzu, dass das chemische Angebot der Spray-Industrie dem der Reinigungs-Industrie meist einen Schritt voraus sei. Aus diesem Grunde sei der aktuell angewandte Schutz mittels Opferbeschichtung
hinfällig geworden. Ein Farb-Anstrich würde den architektonischen Anspruch des Bauwerks zunichte machen. K2-Lack stelle zwar einen effizienteren Schutz dar, würde aber die Wahrnehmung der hochwertigen Oberfläche trüben.
Er macht einen allseits als zu radikal empfundenen Alternativ-Vorschlag: „Entweder man werde der Verunstaltungen Herr oder man reiße das Tor ab! Im Übrigen ist das Portal Eigentum der Stadt Köln, der die endgültige
Entscheidung über jegliche Maßnahmen obliegt. PRO STADTGARTEN als Schenkender des Bauwerks und den Bürgern der Stadt Köln kann deshalb lediglich ein Vorschlagsrecht eingeräumt werden. Das Geld für die Reinigung und
einen effektiveren Schutz des Tores wird allerdings aller Voraussicht nach nicht die Stadt Köln, sondern der Verein in die Hand nehmen müssen.“
Bernd Buhrandt (BB) vom REWE meldet sich zu Wort und bietet
an, sein Equipment zur Fassadenreinigung einmal probeweise auszuprobieren. Man vereinbart, den Versuch am 12.01.2006 zu machen; Norbert von der Grün (NvG) will mit einem Dampfdruckgerät behilflich sein.
ML
erklärt, dass das Portal als Gesamtkunstwerk zu betrachten sei, an dem seine Schöpfer (Architekten) Urheberrechte genössen. Veränderungen jeglicher Art müssten deshalb mit den Herren Volske und Kurz abgestimmt werden.
FR berichtet, dass er diesbezüglich bereits im Gespräch mit Daniel Volske sei und angeraten habe, auch zu den Verantwortlichen für das Holocaust-Mahnmal in Berlin in dieser Angelegenheit Kontakt aufzunehmen.
Top 6 Privatwerbung an Bäumen und Mobiliar
Das Ordnungsamt hat auf die Wildplakatierung reagiert und eine Truppe zum Einsatz gebracht, die Plakatwerbung an der öffentlichen
Möblierung zeitnah entfernt. Private Partys sind zunehmend Gegenstand wilder Werbung.
FR spricht sich gegen jegliche Art von privaten Anschlägen – sei es Wohnungsgesuch, privater Markt, Suchanzeige für
entlaufenes/entflogenes Haustier, Kinderbetreuung oder Verlust eines Wertgegenstandes – aus. Dies sei schon deshalb gesellschaftlich obsolet, da die seit Jahren ausufernde „Zettelwirtschaft“ das Stadtbild zunehmend
verzerre; nicht einmal Baumrinden/-scheiben blieben von Annoncen verschont. Ampelmasten und Laternenpfähle genössen eine „höhere Einschaltquote“ als die ebenfalls kostenlosen „schwarzen Bretter“ der Supermärkte. Der
Anspruch auf Stadtraumqualität weicht den allgegenwärtigen und schlampig bewirtschafteten Litfasssäulen!
NvG erzählt von einem „schwarzen Brett“ am Rathenauplatz, das neben allgemeinen und privaten Infos
auch über Vereinsaktivitäten berichtet. Ein solches ließe sich auch im Stadtgarten einrichten.
BB bietet zwei verschließbare Alu-Vitrinen an, die man im Park aufstellen könne, um den Privatanzeigen eine
Plattform zugeben. NvG erklärt sich sofort bereit, sowohl die Einbetonierung als auch die Bewirtschaftung der Schaukästen via Restaurant-Theke zu übernehmen. FR will bzgl. Standortauswahl und -genehmigung für die
Werbeträger mit dem Grünflächenamt Kontakt aufnehmen.
Top 7 Diskussion über Anpflanzungen blühender Gewächse
Dr. Karl Schulte betont die besondere Schönheit des Kölner Stadtgartens im
Kontext der städtischen Grünflächen und ist gemeinsam mit Frau Heike Krüger-Brand der Meinung, dass mit der Anpflanzung blühender Gewächse im Park, nicht zuletzt auch im Hinblick auf die Historie der Fläche, vorsichtig
umzugehen sei.
Diese Ansicht stimme mit den Vorgaben unserer LA-Architektin Frau Heike Malcoiffe (HM) überein, erklärt FR. HM spricht sich für Frühlingsblüher (insbesondere im Bereich der Baumscheiben), wie
Krokus, Scylla, Maiglöckchen und Narzissen aus. Die Anregungen vieler Parknutzer bzgl. einer Aufwertung der Randbereiche durch „Blühendes“, sollte mit HM besprochen werden.
Top 8
Arbeitsplan 2006
Dieser wird angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit dem Vereins-Vorstand im Sinne des Protokolls anheim gegeben.
Top 9 Sonstiges
- Die Runde lobt eine Anwohner-Initiative, die dafür gesorgt hat, dass die Parkbeleuchtung nächtens wieder brennt. FR’s Angebot an den Initiator des Spendenaufrufs, das Projekt über einen Obolus von PRO
STADTGARTEN mit zu unterstützen, erübrigte sich zunächst, da die Energiekosten für 2006 durch die bisher eingegangenen Spenden bereits abgedeckt sind. Die Anwesenden sind sich einig, das Angebot einer
finanziellen Beteiligung für die nächsten Jahre aufrechtzuerhalten.
- Ein sogenannter „Hundestop“ soll beschafft und an den Granitsteinen der Eingänge und im unteren Bereich des Portals aufgetragen werden. AR will sich um die Beschaffung der Tinkturen kümmern.
Die Versammlung endet um 19.40 h