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Zielsetzung

Vorgeschichte und Ziele des Vereins PRO STADTGARTEN

Vorgeschichte:

Seit Kriegsende fristete das Friesenviertel - so wie viele andere Gegenden unserer Stadt auch - ein städteplanerisch stiefmütterlich behandeltes und heruntergekommenes Dasein. Mitte der 80er Jahre schlug die offenkundige Fehleinschätzung der Bedeutung seiner Lage in mehr oder weniger hektische und konzeptlose Gestaltungsmaßnahmen um.

Entwicklung:

Der Leblosigkeit des Viertels, die seit der Verlegung der Straßenbahn in den Untergrund endgültig besiegelt schien, trat eine Initiative, gewachsen aus der Kölner Musikhochschule, entgegen. Die JAZZHAUS INITIATIVE übernahm die Bewirtschaftung der einstmals eleganten Kölner Gaststätte und Veranstaltungsbühne STADTGARTEN. Zitat:

„Der Stadtgarten ist die älteste noch existierende Grünanlage Kölns. Ursprünglich befand sich der Park außerhalb der Stadtmauern und sollte eine der Natur nachempfundene ideale Landschaft verkörpern. Pflanzen, Bäume und Sträucher wachsen hier in einer scheinbar zufälligen, solitären Anordnung. Dieser klassische Landschaftspark ist, obwohl zentral gelegen, für gewöhnlich überraschend ruhig. Seit über einhundert Jahren strömen die Besucher in das Restaurant der Gaststätte und Veranstaltungsbühne Stadtgarten, das einstmals ein eleganter Treffpunkt Kölner Bürger gewesen ist. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört, anschließend notdürftig wieder aufgebaut. In den achtziger Jahren wurde es von der Jazz-Haus Initiative übernommen. Regelmäßige Jazz- und Weltmusik-Konzerte haben den Kölner Stadtgarten überregional bekannt gemacht. Sowohl für Ruhesuchende als auch für Musikfans und Kneipengänger ist der Stadtgarten eine hervorragende Adresse.“

Die seit 20 Jahren zunehmende Anziehungskraft, hat den Stadtgarten zu einer Kultstätte werden lassen. Der daraus resultierende übermäßige Nutzungsdruck, der die gesamte Umgebung einschließlich der Ringe in Mitleidenschaft zieht, erklärt die kontroversen Diskussionen und Streitereien der vergangenen Jahre. Ein von den Medien viel beachteter Prozess vor dem Kölner Verwaltungsgericht zwischen Anwohnern und engagierten Gewerbetreibenden (Kläger) auf der einen und der Stadt Köln (Beklagte) auf der anderen Seite, endete in einem Vergleich. Der zuständige Richter machte keinen Hehl daraus, daß ein Urteilsspruch gegen die Interessen der Stadt und ihrer Beigeladenen ausfiele. Das Entgegenkommen der Anwohner belohnte der damalige Oberstadtdirektor Heugel mit der Einrichtung einer ständigen Arbeitsgruppe, in der Anwohner, Geschäftsleute und Ämter die Probleme des Viertels erörtern und lösen sollten. Aus dieser Arbeitsgruppe entstand im Sommer 2000 der Verein PRO STADTGARTEN. (Die Arbeitsgruppe besteht noch immer.)

Ziele:

Der Verein PRO STADTGARTEN begreift sich als ein Instrument, regulierend in die Problematik des Viertels einzugreifen und, zwischen Anwohnern, Geschäftsleuten und der Stadt Köln vermittelnd, praxisnahe Lösungen für eine Standortverbesserung zu finden. Zentrum der Bemühungen ist die Pflege und Gestaltung des KÖLNER STADTGARTENS, dessen kulturelle und landschaftsarchitektonische Bedeutung in Vergessenheit geraten ist. In diesem Sinne hat der Verein einen landschaftsarchitektonischen Wettbewerb ausgelobt und beachtliche Ergebnisse erhalten. Die Modelle der Preisträger hat der Verein archiviert und für seine Internetseite digitalisiert. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag ist eine CD erhältlich, die, neben den Entwürfen, auch neue Ergebnisse einer Diplomarbeit der Dresdner Historikerin Heike Müller enthält.

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